450 Spontanhelfer unterstützen die Feuerwehr

450 Spontanhelfer unterstützen die Feuerwehr

Der gemeinsame Aufruf der Stadt Duisburg und der Feuerwehr nach Spontanhelfern war ein voller Erfolg. Über 450 Helferinnen und Helfer haben sich nach Aufrufen via Facebook und Twitter gemeldet. Auf Initiative der Feuerwehr wurde dort um Unterstützung von Ärzten, Pflegekräften und zuletzt auch Nähern gebeten. „Das ist eine überwältigende Reaktion der Duisburgerinnen und Duisburger. Ich bin dafür zutiefst dankbar und auch etwas überwältigt von diesen Zeichen der Hilfsbereitschaft. In der Krise zeigt sich der Charakter. Die Duisburger beweisen das gerade“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Auch Oliver Tittmann, der Leiter der Feuerwehr Duisburg ist begeistert: „Das zeigt uns den Zusammenhalt in der Duisburger Bevölkerung. Inzwischen haben wir rund 450 Helferinnen und Helfer in unserer Datenbank aufnehmen können. Die Kolleginnen und Kollegen beantworten wirklich jedes Angebot. Doch bei der Menge kann das manchmal etwas länger dauern.“

Neben dem Einsatz in den medizinischen Sichtungszentren und Corona-Testzentren, in denen zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte ehrenamtlich eingesetzt sind, hat die Feuerwehr an mehreren Standorten Nähstuben eingerichtet. „Die von uns genähten Behelfsmasken sind kein Ersatz für eine Schutzmaske nach FFP-Standard“, erklärt Sven van Loenhout, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr und Leiter des Einsatzabschnittes. „Durch die Behelfsmasken entsteht aber eine Barriere beim Husten oder Niesen. Das kann die Verbreitung des Virus eindämmen, sagt auch das RKI.“

Am Tag nähen die freiwilligen Helferinnen und Helfer in den Nähstuben bis zu 500 Masken. „Wir haben viele Anfragen, ob auch Zuhause genäht werden kann. Wir stellen im Moment Sets zusammen und stellen den Helferinnen und Helfern diese für die Heimarbeit zur Verfügung. Wenn die Masken fertig sind, tauschen wir die genähten Masken gegen ein neues Set“, erläutert Sven van Loenhout.

Neben den Spontanhelfern sind seit dem 16. März 2020 viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der Johanniter Unfall Hilfe täglich im Einsatz. „Das ehrenamtliche Engagement kann man den Helferinnen und Helfern nicht hoch genug anrechnen“, so Oliver Tittmann.

Trotz der zahlreichen Rückmeldungen ist die Stadt Duisburg weiterhin für jede helfende Hand dankbar. Interessenten werden gebeten, sich mit Telefonnummer und ihrem Hilfsangebot über die E-Mail-Adresse: spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de zu melden.

Wie immer gilt: Halten Sie die Notrufleitungen frei. Wählen Sie die Rufnummern
112 und 110 ausschließlich bei einem Notfall.